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FirmenkooperationSchon die zweite Firmenkooperation Eisenacher Konstruktionsbüros bündeln Know-how im Firmenverbund „KoNat“ / BMW Fahrzeugtechnik Eisenach ist Pate, das BWE Bildungswerk Eisenach der Koordinator Eisenach. Mit einer gemeinsame Absichtserklärung schlossen sich die Eisenacher Konstruktionsbüros DIXI-COMKONTEC Engineering und Modellbau GmbH, ENGINEERING und KONSTRUKTIONSBÜRO SEITZ OHG sowie die KONSTRUKTIONSBÜRO RABE GbR zu „KoNat“ – einem Konstruktionsnetzwerk der Automotive - zusammen. Die BWE Bildungswerk Eisenach gGmbH koordiniert als Projektträger die Netzwerkaktivitäten.
Als Paten für die Phase der Entwicklung des Netzwerkes konnten die drei Firmen die BMW Fahrzeugtechnik GmbH gewinnen. Das Eisenacher Unternehmen setzt mit diesem Engagement erneut auf lokale, thüringer Zulieferkompetenzen. Dass dies ein Schritt in die richtige Richtung ist, beweist bereits die Zusammenarbeit mit dem Lieferantennetzwerk „LINAT“, von dessen Qualität und Know-how sich mittlerweile schon andere Standorte der BMW Group mit ersten Testaufträgen überzeugten. Außerdem treibt BMW damit eine ursprüngliche Projektidee des Thüringer Netzwerkes der Initiative für Beschäftigung! (IfB!) weiter voran, mit Firmenverbünden kleine und mittlere Unternehmen sowie den Wirtschaftsstandort Thüringen zu stärken.
Die Konstruktionsbüros verfolgen mit ihrem Zusammenschluss zu „KoNat“ das Ziel, ihre Kompetenzen zu bündeln, sich gemeinsam zu vermarkten, um als Partner auch für die „Großen“ der Automobilbranche interessant zu werden. Als Firmenverbund können die Unternehmen natürlich mit einer größeren Angebotspalette auftreten als das einzelne Konstruktionsbüro. DIXI-COMKONTEC ist spezialisiert auf Anlagenkonstruktion, Vorrichtungen und Lehren, das Konstruktionsbüro Seitz auf Werkzeugkonstruktionen und Methodenplanung während das Konstruktionsbüro Rabe im Bereich Designbegleitung, Konzepterstellung, Produktkonstruktion und Spritzgussformen tätig ist.
„Als kleine Unternehmen sind wir flexibel und können auch mal herkömmliche Wege verlassen, um einen Kundenauftrag abzuarbeiten“, sieht Jürgen Stemmler, Geschäftsführer der DIXI-COMKONTEC, eine Chance des Netzwerkes. In einer Zeit, da von den Automobilisten ganze Systeme vom Zulieferer verlangt werden, könnte sich Eberhard Seitz vom gleichnamigen Konstruktionsbüro für die Zukunft gut vorstellen, mit dem Netzwerk „LINAT“ zusammen zu arbeiten. „Aber zunächst müssen wir uns als „KoNat“ einen Namen machen, vielleicht auch noch zwei, drei weitere Firmen mit ins Boot nehmen.“ Auf alle Fälle ist der Elan der Unternehmer zu spüren, sich gemeinsam dem Markt und neuen, anspruchsvollen Aufgaben zu stellen. „Wir wollen unsere ganze Energie in dieses Netzwerk legen, sind dabei aber auch nicht euphorisch, denn einen vorgezeichneten Weg gibt es nicht“, sagt Klaus Rabe, Geschäftsführer des Konstruktionsbüros Rabe. „Andererseits“, ergänzt Geschäftsführer Andreas Rabe, zeigen uns die guten Erfahrungen bei „LINAT“, „dass der Weg zu Aufträgen von großen Unternehmen künftig nur über solche Zusammenschlüsse von Firmen führen wird“.
Große und herausfordernde Kundenaufträge erfordern natürlich, dass das Netzwerk organisiert und strukturiert arbeitet, sich die Partner für diese Arbeit aber auch qualifizieren können. Diese fachliche Leitung übernimmt in der Phase des Aufbaus von „KoNat“ die BWE Bildungswerk Eisenach gGmbH, die schon mit dem Lieferantennetzwerk LINAT gute Erfahrungen gesammelt hat. „Für das Konstruktionsnetzwerk geht es jetzt darum, die Prozesse und technischen Voraussetzungen für eine Zusammenarbeit abzustimmen sowie eine Kooperationskultur zu entwickeln“, so BWE-Projektkoordinator Wolfgang Kropp. Die Netzwerkpartner zu qualifizieren bedeute aber auch, ständig im Kontakt zu sein, Workshops abzuhalten mit Themen, die von der Auftragsabwicklung bis zur Personalentwicklung im Unternehmen reichen. „Über Organisation und Marketing hinaus sollen die Firmen so qualifiziert werden, dass sie sich als kleine Unternehmen am Standort stabilisieren können.“ Constanze Koch |
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